Heartbleed – irgendwie interessiert es keine Sau!?

Die Diskussion über Persönlichkeitsrächte, Datensicherheit, Bespitzelung durch die Geheimdienste, Whistleblower und sichere Kommunikation hat in den letzten Monaten unterschiedliche Reaktionen hervorgerufen. Paranoide Nerds und Geeks haben ihre Anstrengungen zum Schutz der eigenen Daten und Privatsphäre weiter erhöht. Die Mehrheit der Nutzer hat sich informiert, hält aber weitergehende Massnahmen und sinnvolle Schritte für unbequem und sowieso wenig brauchbar. Privatsphäre scheint im Internet ein Gut zu sein, dass auf Vertrauen und Gutgläubigkeit basiert – man selbst ist ja hinter einem! Passwort und dem eigenen Unwissen gut „geschützt“.

Heartbleed-Logo auf Wikipedia
Heartbleed-Logo auf Wikipedia

Seit dem Bekanntwerden der Heartbleed-Lücke dämmert es dann doch einigen Internetnutzern, dass man der ganzen Thematik vielleicht doch Aufmerksamkeit schenken sollte. Denn was technisch damit möglich ist, war bisher nur wenigen Vertrauten in den Geheimdiensten bekannt.

Wer es im BundesBildungsblatt oder dem digitalen Wandspiegel noch nicht online gelesen hat, bereits in Panik verfallen ist und sich den digitalen Strick genommen hat, dem sei hiermit wärmstens ans Herz gelegt sein digitales Verhalten und den Umgang mit Passwörtern zu überdenken.

Nicht jede Sau die durchs digitale Dorf getrieben wird muss gleich geschlachtet werden. Genauso bekommt man nicht jeden Schnupfen. Aber, und hier gilt ein grosses ABER!

Grundsätzlich aber gilt:

  • Keine schwachen Passwörter verwenden
  • Passwörter nicht für mehrere Dienste und Webseiten verwenden
  • Passwörter regelmässig ändern
  • keine Passwörter speichern, auch wenn es bequem ist
  • Browserverlauf, Cookies und gespeicherte Webseiten leeren

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.