Weniger ist anders – im Zeitalter von PRISM & CO

Spätestens seit dem Bekanntwerden der großen digitalen Abhörskandale sollte jedem klar sein, dass die digitale Privatsphäre nicht existent ist. Wer heute immer noch der Meinung ist, dass Dienstleistungen im Internet kostenlos sind und die jeweiligen Betreiber die persönlichen Daten schützen, hat weder die AGBs gelesen (geklickt ist schnell) noch überlegt, wovon der Anbieter seine Löhne bezahlt. Was technisch machbar ist, kann sich wohl von uns keiner so richtig vorstellen.

Dank den „Whistleblowern“ Snowden, Mannings, … und den Enthüllungen von Wikileaks und aufrichtigen Journalisten kommt ein Denkprozess zustande, der bitter notwendig ist!

Die fadenscheinige Umgehensweise unserer Regierung und den staatlichen Institutionen mit diesem sensiblen Thema (Grüße an Herrn Pofalla zu diesem Thema), zeigt doch, dass auch bei Einhaltung der Gesetzeslage, willkürlich alles getan wird, was keiner mitbekommt. So hören zwar deutsche Behörden direkt keine deutschen Staatsbürger ab (ohne richterliche Genehmigung strafbar in Deutschland), nutzen aber fleißig die von befreundeten Nachrichtendiensten abgehörten und zur Verfügung gestellten Daten. Technisch ein Klacks, juristisch ein geschickter Winkelzug.

Wer sich ein bisschen im Internet umschaut, findet nicht nur heraus wie das ungefähr abläuft, sondern allerlei Denkanstöße zum Umgang mit dem Internet und privaten Daten. Viele Versuche „privat“ oder „anonym“ im Internet unterwegs zu sein bedeuten einen hohen Aufwand oder lassen gewisse Dinge nicht mehr zu, andere funktionieren problemlos.

Wer möchte, schaut einfach bei https://prism-break.org/#de vorbei.

 

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