Man kann es tun oder lassen. Jeder von uns schreibt sich auf irgendeine Weise wichtige Dinge auf und schaut mehr oder weniger oft auf seine Notizen. Die einen bevorzugen das klassische Notizbuch, andere favorisieren kleine bunte Zettel – aber in der heutigen Zeit sind elektronische Notizen, bzw. eine Kombination aus Papier und Bits und Bytes aus dem Leben nicht mehr wegzudenken.
Nahezu jedes Betriebssystem und Endgerät hat ein Notizprogramm installiert und dank der Cloud- und Online-Speicher hat man von Überall und zu jeder Zeit Zugriff auf seine Notizen. Wem dieses einfache Notizprogramm nicht genügt, der hat eine Vielzahl von Alternativen zur Auswahl, die mehr oder weniger gut helfen, das eigene Chaos in den Griff zu bekommen. Schon mal über Sprachnotizen nachgedacht. Je nach Smartphone und Einstellung, sind diese einen Tastendruck, bzw. ein Schlagwort weit weg.Transkriptionen inklusive.
Wer sich bis dahin nicht in der Organisationsmethode oder seiner persönlichen Zettelwirtschaft verloren hat, der steht vor der gleichen Fragestellung wie jeder – und nun?!
Nein, bitte keinen Abstecher in ToDo-Listen, Erinnerungen, Kalendereinträge, TimeBoxing und E-Mail-Posteingangs-Tasklisten.
Bevor Mann sich nach stundenlangem Videostudium und einer KI-Reise verliert, sollte man das gute alte Papiernotizbuch ausprobieren. Mit regelmäßiger Nutzung bekommt man am ehesten ein Gefühl dafür, was ein digitales Notizbuch alles können soll. Außerdem lernt man recht schnell, was unnötiger Ballast ist und welche fremde Struktur nicht zu den eigenen Bedürfnissen passt.
Bist Du der Typ für tägliche, wöchentliche und monatliche Rückblicke, warum zur Hölle hast Du dann noch kein BuJo?!
Geduld und Regelmäßigkeit sind genauso wichtig wie Langeweile. Es gibt diese Tage, an denen man nichts erlebt, erledigt und vorbereitet hat – und nun fühlen wir uns bitte nicht schlecht, weil das Notizbuch diesbezüglich keinen Eintrag hat! Wohl dem, der seine Seiten nicht vorher beschriftet hat und sich jetzt über weiße Seite wundert.
Probiere es einfach aus. Bist Du der „Sam Altman“-Typ, dann benutzt Du ein Ringbuch. Dort lassen sich sowohl Seiten rausreißen als auch der Stift halten. Gehörst Du eher zu Fraktion Leuchtturm oder Moleskine, dann benutze diese. Ob Hardcover, oder doch lieber einen weichen Einband? Folge Deiner Präferenz!
Wie immer, es kommt darauf an. Die einen bevorzugen ein möglichst großes Notizbuch, die anderen möchten es immer dabei haben und daher soll es möglichst klein sein. Nutze die persönlich bevorzugte Größe für den passenden Einsatzzweck. So unterscheiden sich meine Notizbücher je nach Einsatzort und Verwendungszweck deutlich.
Für tagebuchartige Protokolleinträge und Skizzen nehme ich ein DinA/4-Softcover. Für die täglichen Kurznotizen und ein paar kurze Einträge ein DinA/5-Hardcover. Ein kleineres Notizbuch, welches ich immer dabei habe, benötige ich persönlich nicht.
Kommt darauf an, was du magst. Probiere es einfach aus.
Jetzt geht die Reise durch die Welt der Programme und Online-Dienste los. Die notwendigen Schlagworte lernt man genauso schnell kennen, wie die Click-Bait-Überschriften der Videos. Am Ende wird man eine Reihe von Online-Diensten ausprobiert, bzw. freie und proprietäre Software installiert und gelöscht haben.
Notizen, Erinnerungen, Kalender – reicht alles nicht! Ok, wir testen Notion, Obsidian, ToDoIst, Things und ein paar der weiteren üblichen Verdächtigen. Nach einer kleinen Odyssey haben wir nun unsere Methode verfeinert und entdecken unsere Affinität zu Technik. Es folgt ein Abstecher über Joplin, Logseq, Trillium Notes, Zettlr zu ZenNotes.
Ach ja, vermutlich habe ich das beste Programm vergessen, aber zumindest sind einige dabei, die ohne Cloud, Abo-Zwang oder andere versteckte Kosten auskommen. Ebenso sind Kandidaten dabei, die auf mehreren Betriebssystemen laufen, die Quelloffen sind und die einfach funktionieren.
Nachdem nun die Reise der Notizprogramme analog der Reise nach Jerusalem ein Ende gefunden hat, muss die richtige Methode für die Notizen her. Die sind fast so vielfältig wie das Universum Sterne besitzt. Als absoluter Beginner auf dem Feld der Notizen fange ich klein an und suche mir eine Methode, die für mich funktioniert. Nicht mehr und nicht weniger.
Ob das ganze jetzt eine lose Sammlung von Notizen ist, eine Wissensdatenbank, ein Zettelkasten oder doch ein „zweites Gehirn“ ist egal. Das wichtigste ist, dass man es konsequent anwendet!
Fange an!!!
Das Wetter wird nicht besser oder kühler/wärmer, wenn man es auf der Konsole anschaut, aber der Nerd-Faktor steigt deutlich an. Die Freude wird noch größer, wenn Wetterinformationen am Wohn-, Arbeits- oder Aufenthaltsort verfügbar sind, oder an einem beliebigen Ort aufgerufen werden können.
Um das Deutschlandwetter aufzurufen genügt ein einfaches
curl de.wttr.in/deutschland

Die Anleitung von wttr.in erläutert die Benutzung. Neuerdings ist de.wttr.in die Startseite meines Safari-Browsers.
Wer sich für die Technik und die Idee hinter wttr.in interessiert, schaut auf dem wttr.in-GitHub-Repository von Igor Chubin vorbei. Die ursprüngliche Idee war es, einen Wrapper für wego zu entwickeln.
Randnotiz
Auch wenn manche Entwickler meinen, dass Wetterberichte in Großstädten mit mehr als 100.000 Einwohnern oder in der Nähe von Flughäfen für jeden Anwender einer Wetter-App oder eines Widgets, bspw. der Gnome-Wetter-App, ausreichend seien, so kann man recht leicht feststellen, dass nicht jeder in der Verlängerung der Startbahn West oder in der Einflugschneise eines Flughafens wohnt. Das Wetter ist ein durchaus lokales Phänomen mit signifikanten Unterschieden und da nützt es mir nichts, wenn am 15 Kilometer entfernten Flughafen die Sonne scheint, es aber an meinem Ort aktuell regnet – vor allem, wenn das jede andere Wetter-App auch so anzeigt!
Ich bin verwirrt. Website, Webseite oder doch Homepage? Im Alltag werden diese Begriffe synonym verwendet, es sind aber keine Synonyme! Schauen wir doch einmal nach, was das Internet dazu meint.
Die gesamte Internetpräsenz (bspw. www.ryanthara.de) und all ihre erreichbaren Seiten bezeichnet man als Website.
Einzelne Internetseiten dieser Website werden als Webseiten bezeichnet.
Eigentlich klar soweit!?
Jede über eine Internetadresse (URL) erreichbare Seite wird als Webseite bezeichnet. Logischerweise sind Webseiten ein essentieller Bestandteil der Website.
Logisch!
Die Homepage ist profan gesprochen, die Startseite einer Website.
Halten wir fest: Jede Homepage ist eine Website, die es auf der Website nur einmal gibt.
Weitermachen!
Eine einfache Variante die Lernkurve steiler zu machen ist, die gewohnte Herangehensweise und eine mögliche (bequeme) Rückfallebene vollständig abzuschneiden.
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Aber!?
[x] Install Neovim
[x] Delete Visual Studio Code*
[x] Read a book - e.g. 'LazyVim for Ambitious Developers'
[x] Use a search engine to "translate" known editor commands into the new ones
[x] write important things on paper
[x] train your muscle memory and 10 finger writing
* Can be any other additional installed text editor like VSCodium, Notepad++, ...
Machen!
Dieses, für einen Texteditor rein zufällig gewählte Bespiel, lässt sich auch auf andere Programme und Bereiche übertragen.
Texteditoren sind nicht nur das am wenigsten beachtete Programm auf jedem Computer, sondern auch das am meisten unterschätze Programm. Egal auf welchem Betriebssystem, egal in welcher Version des Betriebssystems, es wird immer mindestens ein Texteditor installiert. Mit diesem kann der Benutzer ohne Schnörkel einfache Aufgaben erledigen - auch wenn er keine Aufgaben erledigen muss, oder möchte.
Unter Linux wäre das bspw. Nano, auf dem Mac heißt der mitgelieferte Kandidat TextEdit und auf dem Windows-Rechner nennt sich das Programm Notepad. Ersteres wird unter Linux meist aus dem Terminal gestartet, während die anderen beiden Programme eine grafische Benutzeroberfläche mit Menüs bieten. Während der Funktionsumfang der Windows-Variante recht bescheiden ist, Punkte der Mac-Vertreter direkt mit einem umfangreichen Funktionsumfang und verschiedenen Dateiformaten.
Aber wollten wir nicht nur einen einfachen Texteditor?!
Jein, nicht wenn man ab und zu oder regelmäßig spaltenbasierte Dateien bearbeiten muss. In meinem Fall meist Koordinatendateien, in denen einzelne Spalten gelöscht, umsortiert oder manipuliert werden müssen. Bei mehren Dutzend bis hunderten Zeilen, mündet das bei den oben genannten torinstallierten Programmen schnell in unermüdliche Tipparbeiten und wunde Finger.
Auch Konfigurationsdateien oder Datenbank-Extraktionen lassen sich spaltenbasiert sehr elegant anpassen.
Da ich, wie viele andere auch, im Büro Windows benutzen darf, habe ich in den letzten 20 Jahren unterschiedliche Editoren eingesetzt und deren Vor- und Nachteile kennengelernt. Da war zunächst Boxer Text Editor - Save Time and Boost Productivity - er hielt bezogen auf den Spaltenmodus das, was er versprach. Diese ShareWare wurde irgendwann durch Notepad++ abgelöst - ein (im Sinne von „freie Meinungsäußerung“ und auch im Sinne von „freies Bier“) Quellcode-Editor und Ersatz für Notepad unter Windows.
Doch was nützt einem das freie Bier, wenn man das Glas nicht trinken möchte?!
Vor langer Zeit, auf einer weit entfernten Webseite des Internets wurde Visual Studio Code veröffentlicht. Bis heute der von mir bevorzugte Editor unter Windows. Kleiner Funfact am Rande - zum Drucken von Dateien musste man ein anderes Programm benutzen, den in Visuals Studio Code war keine Druckfunktion eingebaut. Sagte ich bereits, dass in manchen Büros der Drucker der wichtigste Helfer des Menschen ist?!
Der Funktionsumfang und die Tatsache, dass Visual Studio Code, bzw. VSCodium - Free/Libre Open Source Software Binaries of VS Code - auf allen großen Plattformen läuft, macht die Popularität und den Erfolg dieses Editors aus.
Wer bis hier gelesen hat, weiß, dass ein Texteditor nicht nur Funktionsumfang benötigt, sondern auch einen gewissen Nerd-Faktor beinhalten muss. Eigentlich alles, was VS Code / VS Codium bietet!?
Der Krümel aus meiner linken Umschalt-Taste ist genauso auf wundersame Weise verschwunden wie die WLAN-Probleme in macOS Seqouia 15.7.5. Dieser Artikel entsteht gerade auf einem betagten Intel-MBP, im Hintergrund läuft entspannte Musik und die Lautsprecher, aber lassen wir das Thema für heute mal beiseite.
Seit meinem letzten Artikel, zu dem Zeitpunkt war ich noch bei Ubuntu auf einem ThinkPad T14 Gen2, hat sich etwas getan. Die letzten Wochen waren eine interessante Erfahrung und eine steile Lernkurve beim Lernen von Arch Linux, Hyprland und Vim. Im ersten Versuch habe ich versucht Arch Linux in einer minimalen Konfiguration zu installieren und mich dann mit Hyprland zu beschäftigen. Als Anfänger in Sachen Linux musste ich feststellen, keine so gute Idee, wenn man keine Lust hat, alles selbst zu machen.
Daher habe ich Arch, by the way! neu aufgesetzt und diesmal Hyprland mittels ML4W OS Dotfiles for Hyprland installiert. Das sah nicht nur optisch ansprechend aus, sondern funktionierte auf Anhieb sehr gut. Ohne Gefrickel und stundenlanges Beschäftigen mit Konfigurationsdateien ein grundsolides Hyprland-Erlebnis. Da mein Fokus auf Anwendungen liegt, habe ich mich voller Elan auf Vim gestürzt. Als Anfänger in Sachen Vim musste ich feststellen, keine so gute Idee, wenn man keine Lust hat, alles selbst zu machen.
Mittlerweile bin ich dank Lazyvim an dem Punkt angekommen, dass ich Notepad++ und Visual Studio Code/VSCodium in meinem täglichen Arbeitsfluss durch Neovim ersetzt habe. Nebenbei habe ich gelernt, dass das Standard-Terminal in macOS nur 256 Farben darstellen kann. Aber wofür gibt es denn Alternativen wie iTerm2?!
Jetzt habe ich einen guten Überblick, was man wo und wie konfigurieren kann und was man wofür braucht - ich werde vielleicht irgendwann mal die Zeit und Muße finden, Hyprland, Neovim usw. von Grund auf an meine Bedürfnisse anzupassen, aber nun, 5 Minuten und 30 Sekunden später ist Omarchy auf dem ThinkPad installiert.
Meine Linux-Reise geht weiter!